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Zecken - alles was man darüber wissen sollte

Ein Muss, erst Recht in Risikogebieten - Die Zeckenschutzimpfung!

 

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist einRKI Wiki Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten im Berliner Ortsteil Wedding und eine zentrale Überwachungs- und Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Es ist nach dem Mediziner und Mikrobiologen Robert Koch benannt und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) direkt unterstellt.

 

Der Auftrag des Robert Koch-Instituts umfasst sowohl die Beobachtung des Auftretens von Krankheiten und relevanter Gesundheitsgefahren in der Bevölkerung als auch das Ableiten und wissenschaftliche Begründen der erforderlichen Maßnahmen zum wirkungsvollen Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Dazu gehört auch die Entwicklung erforderlicher diagnostischer, experimenteller oder epidemiologischer Methoden, die nicht anderweitig verfügbar sind, sowie die Bewertung gentechnischer Arbeiten und umweltmedizinischer Einflüsse und Methoden.

Rechtsgrundlage des RKI ist § 2 des Gesetzes über Nachfolgeeinrichtungen des Bundesgesundheitsamtes vom 24. Juni 1994. Demnach wird es insbesondere auf folgenden Gebieten tätig:

  1. Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten,
  2. epidemiologische Untersuchungen auf dem Gebiet der übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten einschließlich der Erkennung und Bewertung von Risiken sowie der Dokumentation und Information,
  3. Sammlung und Bewertung von Erkenntnissen und Erfahrungen zu HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen einschließlich der gesellschaftlichen und sozialen Folgen,
  4. Gesundheitsberichterstattung,
  5. Risikoerfassung und -bewertung bei gentechnisch veränderten Organismen und Produkten, Humangenetik,
  6. gesundheitliche Fragen des Transports ansteckungsgefährlicher Stoffe,
  7. gesundheitliche Fragen des Transports gentechnisch veränderter Organismen und Produkte.

Weitere Aufgaben sind dem RKI durch § 4 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 übertragen.

Im Rahmen seiner Aufgabe der kontinuierlichen Beobachtung (Gesundheitsmonitoring) führt das RKI regelmäßig die Gesundheitsbefragung „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA)[2] als Ergänzung der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS)[3] und der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS)[4] durch.

Das Robert Koch-Institut ist

Quelle: Wikipedia Deutschland

Gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) gibt es zuverlässige Impfstoffe und die FSME-Impfung wird in Risikogebieten empfohlen.

Bei einer FSME-Impfung werden abgetötete Erreger gespritzt. Sie können keine Krankheit mehr auslösen, regen den Körper jedoch zur Bildung von Abwehrstoffen an. Wie bei einer natürlichen Erkrankung bildet der Organismus Antikörper, die ihn auch bei einer späteren Ansteckung mit dem Krankheitserreger schützen können. Man spricht von einer aktiven Immunisierung, weil der Körper sein eigenes Abwehrsystem in Kraft setzt.

Leider hält dieser Schutz meist nur einige Jahre an, und die Impfung muss deshalb regelmäßig aufgefrischt werden. Für eine vollständige Grundimmunisierung gegen FSME wird dreimal innerhalb eines Jahres geimpft. Soll kurzfristig ein Impfschutz aufgebaut werden, kann auch mit Hilfe eines Schnellimpfschemas geimpft werden.

FSME-Impfempfehlung der Ständigen Impfkomission

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung allen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen und Zecken ausgesetzt sind. Auch wer beruflich durch Zeckenstiche gefährdet ist, z. B. Forstarbeiter, Jäger und Landwirte, sollte sich impfen lassen.

In Deutschland gehören vor allem Baden-Württemberg und weite Teile von Bayern sowie einige Landkreise in Hessen, Sachsen, Thüringen und Rheinland-Pfalz zu den Risikogebieten. In diesen Gebieten besteht potenziell bei jedem Aufenthalt in der freien Natur das Risiko, von einer Zecke gestochen und mit dem FSME-Virus infiziert zu werden. Neben den ausgewiesenen Risikogebieten werden auch aus anderen Bundesländern immer wieder FSME-Fälle gemeldet.

Schutz vor FSME für Kinder und Erwachsene

Die Schwere des Krankheitsverlaufs einer FSME-Erkrankung steigt mit dem Alter. Je älter Patienten sind, desto häufiger bleiben dauerhafte Schäden zurück. Kinder haben meist mildere Krankheitsverläufe, aber schwere Verläufe können auch hier durchaus vorkommen. Daher wird die Impfung zum Schutz vor einer FSME-Erkrankung auch bei Kindern empfohlen, die in Kontakt mit Zecken in Risikogebieten kommen können.

Wie denken denn nun die Pilzfreunde darüber?

Wir denken das es fahrlässig ist sich nicht impfen zu lassen. Klar, es gibt widersprüchliche Aussagen wie "Die Pharmaindustrie will nur mehr verkaufen". Faktisch ist es aber doch so das die Impfung von der Krankenkasse bezahlt wird und die sich das schon ganz genau überlegen ob es nun wichtig ist oder nicht.
Geht und lasst euch impfen,
FSME ist nicht behandelbar.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Zecken, Zeckenstich, Infektion

Wo kommen Zecken vor?

Der Gemeine Holzbock Ixodes ricinus kann sich dauerhaft nur dort halten, wo die relative Luftfeuchte nicht für einen längeren Zeitraum (mehrere Tage bis Wochen) unter 80% fällt. Dies ist in Mitteleuropa regelmäßig in Laub- und Mischwäldern gegeben, die eine bodenbedeckende Laubschicht oder dichtes Unterholz aufweisen. Auch reine Nadelwälder kommen infrage, wenn die jährliche Niederschlagsmenge hoch ist oder ein dichter Baumbestand für ausreichend Schatten und Feuchtigkeit sorgt. Für I. ricinus ungeeignet sind trockene, offene Flächen, z.B. der Sonne exponierte Kurzgrasrasen. Allerdings kann die Zecke auf dauerhaft beschatteten Wiesen vorkommen und auch entlang von Waldrändern einige Meter auf offene Flächen vordringen. Selbst einzelne Baumgruppen oder Büsche z.B. innerhalb von Parkanlagen können Zecken in der unmittelbaren Umgebung das Überleben sichern.

Zur Ernährung benötigt die Zecke ausschließlich das Blut von Wirbeltieren. Dabei akzeptieren Zeckenlarven und -nymphen fast alle kleinen, mittelgroßen und großen Säuger, aber auch Vögel und sogar Reptilien. Das kleinste für eine Blutmahlzeit geeignete Säugetier ist der Nager. Die erwachsenen Zecken benötigen dagegen mittelgroße und große Säuger, z.B. Rotwild, das kleinste geeignete Säugetier ist der Igel. Da entsprechende Wirte regelmäßig auch im Siedlungsbereich des Menschen vorkommen, kann sich die Zecke mitunter sogar in innerstädtischen Grünanlagen oder Gärten etablieren.

leer
Was tun bei Zecken im Garten?
Wie gelangen die Zecken auf einen Wirt?
Spricht man bei Zecken von einem Zeckenbiss oder Zeckenstich?
Wohin stechen Zecken bevorzugt?
Gibt es Menschen, die für Zecken besonders attraktiv sind?
Welche Krankheiten können in Deutschland durch Zecken übertragen werden?
Ist eine Übertagung von normalerweise durch Zecken übertragenen Pathogenen auch durch andere Vektoren möglich?
Wie hoch ist das Risiko, nach einem Stich an FSME zu erkranken?
Ist ein Zeckenstich in Nicht-FSME Risikogebieten weniger gefährlich?
Wie kann ich mich vor Zeckenstichen schützen?
Warum ist das Absuchen nach Zecken so wichtig?
Ist Duschen nach einem Aufenthalt in einem mit Zecken belasteten Gebiet sinnvoll, um Zeckenstiche zu vermeiden?
Welche Anti-Zeckenmittel bieten einen wirksamen Schutz?
Wie wird eine Zecke richtig entfernt?
Welche Maßnahmen sollte man nach einem Zeckenstich durchführen?
Welche Symptome deuten auf eine FSME-Infektion hin?
Welche Maßnahmen sind erforderlich bei Fieber, Nackensteifigkeit, IgM-/IgG-positiv bestätigter FSME?
Was ist zu tun, wenn nach einem Zeckenstich eine Hautrötung auftritt?
Wie sinnvoll ist die Untersuchung einer Zecke auf Infektionserreger nach einem Stich?
Besteht ein Infektionsrisiko für ein ungeborenes Kind bzw. einen Säugling, wenn die nicht geimpfte Mutter in einem FSME-Endemiegebiet von einer Zecke gestochen wurde?
Besteht ein Infektionsrisiko fürs Baby und Kleinkinder, die von einer Zecke gestochen wurden?
Gibt es nationale/internationale Zahlen zur FSME-Inszidenz und zu Folgekomplikationen nach einer FSME-Infektion bei Kindern in Abhängigkeit vom Alter?
Besteht ein FSME-Infektionsrisiko durch Rohmilchprodukte?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur FSME-Impfung

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur FSME-Impfung

In Deutschland ist eine unabhängige Expertenkommission (Die Ständige Impfkommission STIKO) für die Erstellung der Impfempfehlungen zuständig. Bezüglich der FSME empfiehlt die STIKO eine Grundimmunisierung oder entsprechende Auffrischungsimpfung mit einem für Kinder bzw. Erwachsene zugelassenen Impfstoff nach Angaben der Hersteller für Personen, die in FSME-Risikogebieten [(2); www.rki.de/fsme-karte] Zecken exponiert sind und Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind wie zum Beispiel Forstarbeiter, in der Landwirtschaft arbeitende Personen, sowie Laborpersonal (13).

Des Weiteren gilt eine Impfempfehlung bei möglicher Zeckenexposition für Reisen in FSME-Risikogebiete auch außerhalb Deutschlands (siehe auch "Wo bekommt man Informationen zur FSME-Situation im Ausland?") (14) (15). Daher ist eine reisemedizinische Beratung wichtig. Tropeninstitute, darauf spezialisierte niedergelassene Ärzten und teilweise die Gesundheitsämter stehen als kompetente Anbieter zur Verfügung. Das Auswärtige Amt bietet Länder- und Reiseinformationen an, insbesondere Merkblätter des Gesundheitsdienstes. Derzeit besteht für zahlreiche Europäische Länder ein sehr unterschiedliches Infektionsrisiko, wobei auch in diesen Ländern das jeweilige Risiko lokal sehr unterschiedlich sein kann. Für folgende Länder bzw. begrenzte Regionen in diesen Ländern ist ein hohes FSME Risiko bekannt: Finnland, Schweden, Litauen, Lettland, Estland, Dänemark, Polen, Weißrussland, Russland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Norditalien, Ungarn, Rumänien (Siebenbürgen). Für folgenden Länder ist ein mittleres bis geringes Risiko bekannt: Norwegen, Schweiz, Bulgarien, Ukraine. Auch für Reisen außerhalb Europas nach Asien besteht ein bekanntes, zum Teil hohes Infektionsrisiko für eine FSME bei Zeckenexposition: Russland (Sibirien), Mongolei, Nord-China, Nord-Japan. Derzeit sind diese Risikogebiete in einigen Karten von Impfstoffherstellern mehr oder weniger gut dargestellt. Da FSME Infektionen in diesen Ländern zum Teil nicht erfasst oder dokumentiert werden, ist eine genaue Risikoabschätzung nicht möglich. Auch kann es in diesen Ländern zu FSME-Infektionen durch Rohmilch und Rohmilchprodukte (Käse, Quark, etc.) von Kühen, Ziegen, Schafen etc. kommen (14).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur FSME-Impfung
Wann kann man von einem effizienten/vollständigen Impfschutz gegen FSME ausgehen (Impfschemata)?
Kann man bei der Impfung gegen FSME vom angegebenen Impfschema abweichen – gilt auch für das FSME-Impfschema „Jede Impfung zählt“?
Soll im Rahmen der FSME-Impfung eine serologische Kontrolle der Antikörper zum Nachweis des Impfschutzes erfolgen?
Ist eine Impfung gegen FSME für eine ungeimpfte Person nach einem Zeckenstich zur Prophylaxe sinnvoll?
Ist eine passive Impfung gegen FSME für eine ungeimpfte Person nach einem Zeckenstich möglich?
Gibt es einen definierten Antikörper-Schutztiter (nach abgeschlossener FSME-Grundimmunisierung) zum Nachweis eines Impfschutzes?
Darf man sich während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit gegen FSME impfen lassen?
Ist eine Impfung gegen FSME bei Kindern sinnvoll und ab welchem Alter empfohlen?
Ist ein Wechsel zwischen den FSME-Impfstoffen der beiden verschiedenen Hersteller möglich?
Helfen die hier erhältlichen FSME-Impfstoffe auch gegen die in Russland zirkulierenden Stämme?
Sollte man sich nach einer FSME-Erkrankung trotzdem impfen lassen oder hat man dadurch einen lebenslangen Schutz?
Wie hoch ist das potentielle FSME-Infektionsrisiko ohne Impfung? In meinem Land ist keine FSME-Impfung erhältlich und ich möchte in Deutschland Urlaub machen.
Schützt die FSME-Impfung gegen das in der Türkei bzw. dem Balkan durch Zecken übertragbare Krim-Kongo-Fieber (CCHF)?
Welche Nebenwirkungen sind bei einer Impfung gegen FSME zu erwarten?
Ist eine FSME-Impfung bei Patienten mit Immunsuppression, z.B. unter Cortisonbehandlung oder bei Dialyse-Patienten möglich?

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