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Samstag, 02 Januar 2016 23:26

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Begriffserklärungen, Pilz – Glossar

Begriff

Erklärung

A

 

Angeheftet

Lamellen am Stiel leicht angewachsen.

Arten

Können nicht gekreuzt werden. Bleiben mikroskopisch immer gleich.

Ausgebuchtet

Lamellen am Stielansatz verschmälert.

B

 

Basis

Unterster Teil des Stiels, kurz vor der Verwurzelung.

Basisch

Kalkreich.

Behangen

Velumreste verbleiben am Hutrand faserig-flockig.

Bereift

Oberfläche mit mehligem Belag überzogen.

Bewimpert

Feine Haare oder Borsten auf der Hutoberfläche.

Bierdeckelpilze

Pilze die nach gar nichts schmecken. Man könnte auch Bierdeckel essen, sie sind auch nicht wirklich giftig.

Borreliose

Durch Zecken übertragene Krankheit. Nicht tödlich, mit Antibiotikum behandelbar. Auch an der Zecke kann das Bakterium mit einem Schnelltest ermittelt werden. Siehe www.123pilze.de.

Braunfäule

Holz zerfällt durch Zelluloseabbau mit Braunverfärbung.

Braunfäuleauslöser

Holz verfärbt sich dunkel, bräunlich durch das Myzel des Pilzes.

Brüchig

Beim Abknicken bricht das Fleisch in kugelförmige Brocken. Gegenteil faserig, das Fleisch bricht in längliche Stränge.

Burggraben

Lamellen vor dem Stielansatz ausgebuchtet angewachsen.

C

 

Chitin

Teil der Zellstruktur von Pilzen, dadurch schwer verdaulich. Chitinpanzer von Insektenkäfern ist ähnlich.

Cortina

Schleier der den Hutrand mit dem Stiel verbindet, gut bei jungen Schleierlingen sichtbar. Dieser Schleier bleibt oft fädig am Hutrand oder Stiel hängen.

D

 

DGfM

Deutsche Gesellschaft für Mykologie.

E

 

Einfrieren

Konservierung von Pilzen durch Temperaturreduzierung auf mindestens - 18 Grad Celsius.

Eingebogen

Huthaut bleibt am Hutrand eingerollt.

Eingerollt

Huthaut bleibt am Hutrand eingebogen.

Einwecken

Konservierung von Pilzen indem, durch Erhitzen über 90 Grad Celsius in geschlossenen Behältern die Fäulnisbakterien abgetötet werden.

Engstehend.

Lamellen sind eng zusammenstehend - Gegenteil entfernt stehend.

Entfernt stehend.

Lamellen sind weit auseinanderstehend - Gegenteil engstehend.

F

 

Fädig

Fadenförmige Reste, dünne längliche Fasern.

Faserig

Beim Abknicken bricht das Fleisch in längliche Stränge von Pilzmaterial. Gegenteil brüchig, wie bei Täublingen und Milchlingen. Dort bricht das Fleisch kugelförmig, spröde auseinander.

Fäulnisbakterien

Diese Verursachen eine Eiweißzersetzung im Pilz und lassen diesen verderben.

Fäulnisprozess

Alterung von Pilzen mit dem damit verbundenem Eiweißzerfall.

Flüchtig

Der Ring verschwindet bei älteren Pilzen.

Folgezersetzer

Saprophyten, totes organisches Material wird zersetzt und als Pilznahrung verwendet.

Frei

Gilt bei Lamellen, die nicht am Stiel angewachsen sind, z.B. bei den Schirmlingen.

Fruchtkörper

Der sichtbare Teil des Pilzes, dient als Samenspender. Vergleich Apfel eines Baumes.

Fruktation

Bildung von Fruchtkörpern wie Pilze.

FSME

Durch Zecken übertragene Krankheit, die Gehirnhautentzündung auslösen kann. Diese ist vereinzelt mit tödlichem Verlauf! Impfung ist möglich. Frühsommermeningoenzephalitis FSME im englischen: tick borne encephalitis, TBE = Frühsommer-Meningitiserkrankung.

Fungi

Pilze.

G

 

Garen

Kochen mit einer Temperatur über 100 ° C.

Garen

Erhitzen auf über 90 Grad Celsius.

Gegabelt.

Lamellen verzweigen sich in zwei Lamellen.

Gegürtelt

Velumreste bandähnlich am Stiel sichtbar.

Gekammert

Mit Hohlräumen.

Gelatinös

Gallertartig.

Genattert

Velumreste bandähnlich am Stiel sichtbar.

Gerieft

Rillen im Hut, Hutrand, Stiel.

Gesägt

Wellige Lamellenschneide.

Gesellig

Mehrere gleiche Pilzarten nebeneinander stehend.

Getropft

Mit tropfenähnlichen Flecken auf Hut oder Stiel.

Giftpilze

Im Pilz enthaltene gesundheitsgefährdende Substanzen.

Grubig

Flache andersfarbige Flecken, meist dunkler - am Stiel.

H

 

Haarschleierlinge

Haarartiges Gebilde, bei Schleierlingen zwischen Hut und Stiel.

Habitus

Erscheinungsbild des Fruchtkörpers.

Halluzinogen

Löst Wahnvorstellungen aus, z.B. bei Psyilopilze (Psilocybin-Pilze) mit dem Wirkstoff Psilocybin.

Hämolyse

Zerfall der roten Blutkörperchen.

Hart

Konsistenz des Fleisches lässt sich fast nicht zusammendrücken.

Heide

Wiesenähnlich, meist natürlich belassen mit Weidentieren.

Heilpilze

Können zur Heilung von Krankheiten behilflich sein.

Herablaufend

Lamellen, Röhren, Poren, Stacheln wachsen am Stiel abwärts.

Heteromorph

Vielgestaltige Wuchsformen.

Hexenei

Junger Fruchtkörper von Stinkmorcheln oder anderen Rutenpilze.

Hirnartig

Ineinander verzweigte hirnartige Fruchtkörper.

Huthaut

Überzug der Hutoberfläche.

Hygrophan

Der Pilz verändert seine Farbe durch Wasserverlust.

I

 
i.d.R.

In der Regel.

K

 

Kleiig

Oberfläche mit feinen Körnchen überzogen.

Knolle

Verdickte Stielbasis. Verschiedene Formen sind hierbei möglich, knollig verdickt, rübenknollig, zwiebelknollig, abgesetzte Knolle...

Kopfige

Kugelige - keulige Struktur oberhalb des Stiels..

Kriegspilze

Sind Pilze die nicht giftig sind aber keinen guten Geschmack haben weil sie erdig, säuerlich, muffig oder unangenehm schmecken. Wäre nichts mehr zum Essen da, wie es in den früheren Kriegen war, könnte man auch diese Pilze essen. Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß haben sie ja und Unwohlsein lösen sie auch nicht aus!

L

 

Lamelle

Längliche Verstrebung zwischen Hutrand und Stiel auf der Unterseite des Pilzes.

Lamellen

Blattartige Struktur unterhalb des Hutes.

Landschaftsschutzgebiet

Naturreservat, dort dürfen Pilze gesammelt werden.

Latenzzeit

Zeitpunkt bis die erste Symptome einer Vergiftung erkennbar sind.

Leisten

Lamellenähnliche längliche Verstrebung zwischen Hutrand und Stiel auf der Unterseite des Pilzes. Meist fest mit dem Fleisch verbunden.

Lyme - Borreliose

Durch Zecken übertragene Krankheit. Nicht tödlich, mit Antibiotikum behandelbar. Auch an der Zecke kann das Bakterium mit einem Schnelltest ermittelt werden. Siehe www.123pilze.de.

M

 

Makroskopisch

Mit bloßem Auge sichtbar.

Mikroskopisch

Mit bloßem Auge nicht sichtbar. Es wird ein Mikroskop benötigt.

Milch

Weiße, klare oder rote Flüssigkeit in dem Pilzfleisch.

Mischwald

Pilz wächst sowohl im Laubwald als auch im Nadelwald.

Mutagen

Krebserregend, zellverändernd.

Mycel

(Myzel) Unterirdisches Geflecht des Pilzes. Vergleich Apfel-Baumstamm = Myzel und Apfel (Pilz).

Mykologie

Lehre über die Pilzkunde.

Mykorrhiza

Enge Lebensgemeinschaft (Symbiose) zwischen Pflanzen und Pilzen. Pflanzen geben Zucker ab, Pilz setzt Mineralien frei und übergibt dies der Pflanze.

Mykorrhizapilze

Symbiosepilze.

Myzel

(Mycel) Unterirdisches Geflecht des Pilzes. Vergleich Apfel-Baumstamm = Myzel und Apfel (Pilz).

N

 

Naturschutzgebiet

Naturreservat, dort dürfen keine Pilze oder Wald- oder Wiesenfrüchte gesammelt werden.

Nervengifte

Lösen heftige Kreislaufprobleme aus, auch tödliche Folgen sind nicht ausgeschlossen.

Netz

Gitterartige Zeichnungen an Hut oder Stiel.

Netzzeichnung

Maschiges, gitterähnliches Fadengeflecht am Stiel.

Nitrös

Stechender Geruch, wie Salpetersäure, Ammoniak.

O

 

Organgiftig

Schädigen innere Organe wie Leber, Herz, Nieren.

P

 

Parasitär

Lebendes organisches Material von Pflanzen wird zersetzt und als Pilznahrung verwendet. Der Wirt wird dadurch schwer belastet.

Park

Abwechselnd mit Bäumen und Wiesen bepflanztes Arsenal.

Photosynthese

Können Pilze nicht ausführen!

Pflanzen erzeugen durch Sonnenlicht + CO² = Zucker.

Pilzberater

Pilzsachverständiger der über die Pilzkunde geprüft wurde und über ausreichend Sachkenntnis über Pilze verfügt.

Pilzkontrolle

Überprüfen der gesammelten Pilze durch Pilzberater.

Pilzpulver

Getrocknete Pilze die in einer Kaffeemühle zerkleinert wurden.

Pilzsachverständiger

Geprüfter Pilzexperte.

Pilzvergiftung

Erkrankung aufgrund eines Pilzgenusses.

Pilzwurzel

Myzel, Mycel, Mykorrhiza.

Pilzzucht

Pilze werden durch Kultivierung an verschieden Substraten gezüchtet und so vermarktet.

Poren

Mündungen der Röhren bei Porlingen oder Röhrlingen.

Poren

Kleine rundliche oder eckige schwammähnliche und nach unten gerichtete Sporenständer zwischen Hutrand und Stiel auf der Unterseite des Pilzes.

Psilo

Psilocybin - löst Wahnvorstellungen aus.

Psilocybin

Löst Wahnvorstellungen aus.

R

 

Radial

Strahlig von der Mitte ausgehend.

Reif

Feiner Belag, meist schimmelähnlich, auf der Hutoberfläche.

Ring

Ringförmiger Velum - Rückstand am Stiel.

Roh

Ungekocht.

Röhren

Rundliche oder eckige schwammähnliche und nach unten gerichtete Sporenständer zwischen Hutrand und Stiel auf der Unterseite des Pilzes.

Ruderal

Offene Flächen wie Wege, Waldränder.

S

 

Sammeln

Suchen und Ernten von Pilzfrüchten im Wald und auf Wiesen.

Saprophyten

Folgezersetzer, totes organisches Material wird zersetzt und als Pilznahrung verwendet.

Scheide

Volva, häutige Umrandung an der Stielbasis.

Schimmel

Mit Schimmelpilz befallenes Material, dass bei Verzehr gesundheitsgefährdend sein kann.

Schlauchpilze

Die Sporenabwurfständer (nur mikroskopisch sichtbar) sind schlauchartig angeordnet.

Schleier

Haarartiges Gebilde, bei Schleierlingen zwischen Hut und Stiel.

Schneide

Unterer Rand der Lamelle.

Schuppig

Auf der Oberfläche befinden sich überlagernde überstehende Wölbungen.

Schwamm

Röhrenschicht, rundliche oder eckige schwammähnliche und nach unten gerichtete Sporenständer zwischen Hutrand und Stiel auf der Unterseite des Pilzes.

Schwammerl

Bayerische-, österreichische Bezeichnung für Pilze.

Schwermetalle

Quecksilber, Blei, Kadmium..., können zu langfristigen Organschäden führen.

Silieren

Konservierung von Pilzen indem eine Milchsäuregärung verwendet wird.

Sklerotium

Ruhendes Myzelteil

Sorten

Verschiedene durch Kreuzungen entstandene Früchte.

Sparrig

Mit aufgebogenen Schuppen.

Spec.

Art nicht bestimmt, unbekannte Pilzart.

Sporen

Samen des Pilzes, siehe auch Sporenpulver.

Sporenpulver

Farbe des Sporenpulvers (Samen des Pilzes) sagt über die Gattungen aus.

Sporenständer

Abwurfplatz für den erzeugten Samen des Pilzes.

Sprödblättler

Täublinge und Milchlinge mit sprödem brüchigem Fleisch.

Spröde

Fleisch brüchig.

Stacheln

Stoppelähnliche Struktur unterhalb des Hutes.

Stäubend

Im Inneren des Fruchtkörpers bildet sich der Samen. Dieser wird im Alter zum Sporenstaub, z.B. bei den Stäublingen.

Steril

Unfruchtbar, keine Sporen enthaltend.

Stielbasis

Unterer Teil des Stiels.

Stielspitze

Oberer Teil des Stiels.

Stoppeln

Stachelartige Struktur unterhalb des Hutes.

Strunk

Kurze dicke Stielbasis.

Substrat

Material (Holz, Humus...) von dem das Myzel die Nährstoffe entnimmt.

Symbiose

Enge Lebensgemeinschaft (Mykorrhiza) zwischen Pflanzen und Pilzen. Pflanzen geben Zucker ab, Pilz setzt Mineralien frei und übergibt dies der Pflanze.

T

 

Tödlich

Der Genuss kann zum beenden des Lebens führen.

Totholz

Abgestorbenes Holz.

Toxisch

Giftig wirkend.

Trama

Fleisch des Pilzes ohne sporenbildenden Teil.

Trichterlinge

Trichterförmig, vertiefte Hutmitte.

Trocknen

Konservierung von Pilzen indem die Feuchtigkeit bei 35-55 Grad Celsius über mehrere Stunden komplett entzogen wurde.

U

 

Untermischt

Kurze gleichlaufende Lamellen, die sich zwischen den Hauptlamellen befinden.

V

 

Varietäten

Weichen nur optisch von der Art durch Form und Farbgebung ab, mikroskopisch bleiben sie gleich.

Velum

Eine Teilhülle, indem der junge Pilz eingeschlossen war.

Verderben

Pilz kann nicht mehr gegessen werden, weil er durch Eiweißzersetzung giftig geworden ist.

Volva

Scheide, häutige Umrandung an der Stielbasis.

W

 

Weich

Konsistenz des Fleisches lässt sich leicht zusammendrücken.

Weißfäule

Holz zerfällt durch Zelluloseabbau mit Weißverfärbung (Korrosionsfäule).

Weißfäuleauslöser

Holz verfärbt sich hell, weißlich durch da Myzel des Pilzes.

Wellig

Gesägte (wellige) Lamellenschneide.

Wiese

Mit Gras bepflanzte Naturfläche.

Wildpilze

In der Natur gewachsene Pilze.

Wurzelnd

In den Boden wachsender Stielbasisteil.

Z

 

Zäh

Biegsame oft knorpelige Konsistenz.

Zerfließend

Ganzer Fruchtkörper löst sich nach kurzer Zeit in eine schwarze Flüssigkeit auf, z.B. bei Tintlingen.

Zuchtpilze

Speziell angebaute Pilze

Zusammenfließend

Miteinander verwachsende Fruchtkörper.

Zwischenlamellen

Kurze gleichlaufende Lamellen, die sich zwischen den Hauptlamellen befinden.

Quelle: 123Pilze

Gelesen 824 mal Letzte Änderung am Dienstag, 05 Januar 2016 23:28

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