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Sonntag, 31 Juli 2016 23:40

Essbare Pilze erkennen und bestimmen Empfehlung

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Pilze sind eine leckere Köstlichkeit. Gerade zur Saison lassen sich viele essbare Pilze in Deutschlands Wäldern finden. Aber manchmal ist es gar nicht so einfach, die essbaren Pilze als solche zu erkennen. Deswegen sollten Sie am besten nur in Begleitung eines echten Pilzkenners losziehen.

Pilze sammeln: Nicht alleine losziehen

Wenn die Pilzsaison beginnt zieht es immer mehr begeisterte Sammler in den Wald. Doch oftmals führen mangelnde Erfahrung im Pilze sammeln zu folgenschweren Vergiftungen. Anfängern empfiehlt sich daher die Teilnahme an geführten Pilzexkursionen, wie sie von Volkshochschulen, Naturschutzverbänden wie NABU oder Umweltämtern angeboten werden. Hier werden bei mehrstündigen Spaziergängen bekannte Speise- und Giftpilze vorgestellt. Interessierte können sich darüber hinaus in speziellen Pilzbestimmungskursen intensiver mit der Thematik beschäftigen. 

Essbare Pilze erkennen und bestimmen. Waldpilze nur nach Bestimmung durch Experten essen (Quelle: imago/Bernhard Classen)

Waldpilze nur nach Bestimmung durch Experten essen (Quelle: Bernhard Classen/imago)

Unser Tipp: Ziehen Sie niemals alleine los - das kann lebensgefährlich sein. Denn selbst mit einem Pilzbestimmungsbuch sind Sie ohne Erfahrung nicht auf der sicheren Seite - immerhin gibt es zahlreiche Pilze, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen.

Wie Sie essbare Pilze in Deutschland finden

Doch in unseren einheimischen Wäldern gibt es viele essbare Pilze - man muss nur wissen, welche das sind. Zu diesen gehören unter anderem der Parasol, der Pfifferling, der Steinpilz, die Rotkappe oder der Maronen-Röhrling - allerdings kommt es dabei auf die Verarbeitung an, denn roh sind sie teilweise giftig. Lassen Sie sich also auch hier von einem ausgewiesenen Pilzexperten beraten.

Viele Sammler wissen auch nicht, dass weiße Trüffel zu den einheimischen Pilzen gehören. Diese sind zwar nicht so geschmacksintensiv, aber dennoch äußerst lecker. Doch auch hier kommt es auf die richtige Zubereitung an. 

 

Experten helfen dabei, essbare Pilze zu erkennen

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) warnt auf ihrer Homepage nachdrücklich: "Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher kennen. Erst wenn Sie sich nach wiederholter Bestimmung der Kenntnis sicher sind, denken Sie an die Bratpfanne."

Wer nicht auf frische Pilze aus dem Wald verzichten will, sollte unbedingt folgenden Hinweis der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) beachten: "Lassen Sie sich Ihre Pilze nur von geprüften Pilzsachverständigen der DGfM auf Essbarkeit hin überprüfen und fragen Sie ihn nach seinem Ausweis der DGfM". Dazu bietet die DGfM eine Liste mit Pilzsachverständigen, welche Sie nach der Postleitzahl filtern können.

Essbare Pilze erkennen und bestimmen

Fliegenpilz
(Quelle: dpa) Der allseits bekannte Fliegenpilz: Sofort erkennbar an seinem roten - hin und wieder auch orangenen - Hut übersät mit weißen Flocken. Der weiße Stiel ist an der Basis knollenartig verdickt und am Grund buschig. Fliegenpilze gedeihen hauptsächlich im September und Oktober. Dieser Giftpilz kommt meist unter Birken und Fichten vor. Es gilt: Finger weg vom Fliegenpilz!
Pantherpilz
(Quelle: dpa) Der hochgiftige Pantherpilz ist gekennzeichnet durch seine vorwiegend mattbraunen Hut mit weißen Flöckchen. Dieser extrem giftige Pilz wächst vermehrt zwischen August und September. Überwiegend kommt der Pantherpilz in Laub- und Nadelwäldern vor, häufig auf kalkhaltigen Böden. Achtung, oftmals werden der Graue Wulstling oder auch der Perlpilz mit dem Pantherpilz verwechselt - das kann lebensgefährlich sein.
Kahler Krempling
(Quelle: dpa) Giftig ist auch der Kahle Krempling: Sein Hut ist zu Beginn gewölbt, breitet sich aus und ist im ausgewachsenen Zustand trichterförmig. Der relativ kräftige, gebogene Stiel ist gelb bis bräunlich, glatt und kahl. Er kommt hauptsächlich zwischen September und Oktober in den Wäldern an moorigen Stellen vor. Früher galt er als Speisepilz, gehört aber laut Deutscher Gesellschaft für Mykologie (DGfM) zu den Giftpilzen.
Kartoffelbovist
(Quelle: dapd) Einige Bovisten-Arten sind äußerst schmackhaft, andere ungenießbar bis giftig. Der Kartoffelbovist gehört zu den letzteren. Er ähnelt dem Hasenbovist, der essbar ist, solange er jung ist. Doch der Kartoffelbovist hat einen unangenehmen, stechenden Geruch. Er verursacht Übelkeit und Verdauungsstörungen.
Kegelhütiger Knollenblätterpilz
(Quelle: dpa) Hochgiftig und tödlich: der Kegelhütige Knollenblätterpilz (Amanita virosa). Erkennbar ist er an seinem glänzend weißen, kegelförmigen Hut. Junge Pilze weisen eiförmige, geschlossene Hüte auf, später gehen diese nach und nach auf und werden immer flacher. Kegelhütige Knollenblätterpilze wachsen zwischen August und September – vor allem auf nährstoffarmen Boden. Achtung, starke Verwechslungsgefahr mit dem weißen Champignon! (Mehr dazu: Den Knollenblätterpilz erkennen)
Steinpilze / Gallenröhrlinge
(Quelle: imago) Steinpilze (Abbildung links) kann man leicht mit den extrem bitteren Gallenröhrlingen (Abbildung rechts) verwechseln, die in größeren Mengen giftig sind. Die Giftpilze kann man an ihren leicht rosa gefärbten Röhren erkennen. Weitere Merkmale zur Unterscheidung zwischen Steinpilzen und Gallenröhrlingen finden Sie in unserer Tabelle.
Orangefuchsiger Raukopf
(Quelle: dpa) Der Orangefuchsige Raukopf (oder auch Orangefuchsiger Schleierling) zählt zu den gefährlichsten Giftpilzen Europas, schädigt die Nieren und kann tödlich sein. Er wächst vom Spätsommer bis in den Herbst hinein in trockenen Laubwäldern auf sauren Böden, unter Buchen, Hainbuchen und Eichen. Achtung: Pilzsammler verwechseln ihn häufig mit Hallimasch oder auch mit Pfifferlingen. Hier gilt ganz klar der Rat der Deutschen Gesellschaft für Mykologie: Essen Sie nur Pilze, die Sie wirklich genau kennen.
Grüner Knollenblätterpilz
(Quelle: dpa) Der grüne Knollenblätterpilz ist extrem giftig. Sein je nach Reifegrad oliv- bis gelbgrüner Hut ist anfangs noch kugelig gewölbt und später ausgebreitet. Das Fleisch ist weiß, der Stiel mit einer häutigen Hülle versehen. Besonders gut gedeiht er zwischen August und September – vorwiegend unter Eichen und Buchen. Achtung: Verwechslungsgefahr mit dem weißen Champignon. (Mehr dazu: Den Knollenblätterpilz erkennen)

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie im Zweifelsfall einen Pilz lieber stehen und gehen Sie kein Risiko ein.

Quelle: T-Online

Gelesen 1997 mal Letzte Änderung am Montag, 01 August 2016 03:14

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